Kleine Partikel – große Wirkung

Darum Filtration

Wie sauberes Wasser ist auch saubere Atemluft ein Lebenselixier: unsichtbar, aber unverzichtbar. Menschen atmen alle vier Sekunden, das sind etwa 22.000 Atemzüge pro Tag. In 24 Stunden atmet jeder Mensch rund 15.000 Liter Luft ein.

Mit jedem Atemzug gelangen große Mengen winziger Partikel in unseren Körper. Schon in vermeintlich guter Landluft befinden sich rund eine Million Teilchen wie Pollen, Pilzsporen, Schimmel, Ruß, Bakterien und Viren. In einer Großstadt sind es tausend Mal so viele, also eine Milliarde.

3 Millionen

Besonders tückisch ist Feinstaub. An den Folgen der hohen Luftverschmutzung durch Feinstaub sterben weltweit jährlich mehr als drei Millionen Menschen. Im Vergleich zu Feinstaub sind feine Sandkörnchen Riesen. Er gelangt beim Einatmen in die tieferen Atemwege und geht teilweise direkt ins Blut über. Gesundheitsalarm! In Fahrzeugen und Gebäuden, in denen wir den Großteil unserer Zeit verbringen, ist die Luft oft noch viel verschmutzter als im Freien. Von verrauchter Zimmerluft mit 100 Milliarden Partikeln pro Liter ganz zu schweigen.

Deshalb ist es so beruhigend, dass unsere Filter und Filtersysteme verlässlich das Lebensnotwendige vom Schädlichen trennen. Damit jeder Mensch tief durchatmen kann. Also rein ins Vergnügen und Lebensqualität genießen! Auf einer Spritztour mit dem Auto, im Theater, an Bord eines Kreuzfahrtschiffs oder schlicht zwischendurch im Pausenraum des Büros.

Noch entscheidender sind Freudenberg-Filter in Krankenhäusern, wo sie Erreger wie Sporen, Bakterien und Viren aus Operationssälen und Intensivstationen fernhalten. Und in der Industrie? In großen Lackierereien der Autoindustrie reinigen rund 10.000 Freudenberg-Hochleistungsfilter jede Stunde ungefähr 15 Millionen Kubikmeter Luft: für strahlend glänzende Lackierergebnisse – ohne Nachbearbeitungskosten.

  • Was ist Feinstaub?

    Der Begriff Feinstaub bzw. Schwebstaub (engl.: Particulate Matter, kurz PM) kennzeichnet kleine bis kleinste Partikel in der Luft, die für eine bestimmte Zeit in der Atmosphäre schweben, also nicht sofort absinken. Diese sind ihrer Größe entsprechend in Fraktionen eingeteilt. Dabei werden Staubteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser, der kleiner ist als 10 Mikrometer (1 µm = eintausendstel mm), zur Fraktion PM10 gezählt.

    PM10 umfasst drei Teilmengen:

    • Grobfraktion
      Teilchen im Größenbereich von 2,5 bis 10 Mikrometern
    • Feinfraktion (auch PM2,5)
      Feinere Teilchen im Größenbereich von weniger als 2,5 Mikrometer
    • Ultrafeinstaub
      Kleinste Partikel im Größenbereich von weniger als 0,1 Mikrometer

     

    Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat im Durchschnitt einen Durchmesser zwischen 60 und 80 Mikrometern.

  • Woher kommt der Feinstaub?

    Feinstäube sind entweder natürlichen Ursprungs oder vom Menschen verursacht (anthropogen). Zu den anthropogenen Quellen gehören zum Beispiel Pkw und Lkw, Verbrennungsanlagen, Kraft- und Fernheizwerke, Öfen und Heizungen in Privathaushalten oder auch die Landwirtschaft und Industrieprozesse. In Städten spielt der Verkehr eine bedeutende Rolle. Feinstaub entsteht hier durch Dieselruß, feinen Brems- und Reifenabrieb, aufgewirbelten Straßenstaub oder auch Streusalz. Anthropogene Staubquellen in Innenräumen sind Abrieb durch Kleidung oder Teppichböden, Mineralfasern (Asbest, Glasfasern), Tonerstaub aus Büromaschinen, Zigarettenrauch oder Nanopartikel (z.B. aus Putzmitteln).

  • Warum ist Feinstaub gefährlich?

    Nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verkürzt mit Feinstaub belastete Luft die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland um rund zehn Monate. Unter allen Luftverunreinigern haben die kleinen und kleinsten Partikel die größte Wirkung auf unsere Gesundheit. Am höchsten ist die Feinstaubbelastung in Großstädten, in denen deshalb zunehmend Umweltzonen eingerichtet werden, die nur mit entsprechender Feinstaubplakette befahren werden dürfen.

    Das Einatmen von Feinstaub hat negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit:

    1. An der Oberfläche von Fein- und Feinstpartikeln können gefährliche Stoffe anhaften, z.B. Schwermetalle oder Krebs erregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
    2. Feinstäube sind durch ihre geringe Größe selbst eine Gefahr. Denn Partikel, die kleiner sind als ca. 2 Mikrometer, gelangen beim Einatmen in die tieferen Atemwege und in die Lunge und werden beim Ausatmen nicht wieder ausgeschieden. Sie lagern sich also ab. Diese so genannten lungengängigen Partikel sind besonders gesundheitsschädlich. Problematisch dabei ist, dass Teilchen dieser Größe nur bedingt von den Schleimhäuten im Nasen- und Rachenraum bzw. den Nasenhärchen zurückgehalten werden können.
    3. Ultrafeine Partikel (kleiner als 0,1 Mikrometer) können über Lungenbläschen in die Blutbahn gelangen und sich so über das Blut im Körper ausbreiten.

     

    Fazit: Feinstaub kann die Gesundheit beeinträchtigen. Das gilt für kurzzeitig erhöhte Konzentrationen genauso wie für geringe Konzentrationen über einen längeren Zeitraum hinweg. In jedem Fall sollte deshalb die Feinstaubbelastung möglichst gering sein.

  • Welche Substanzen sind in der Luft?

    In Innenräumen befinden sich viele Quellen für Luftverunreinigungen, wie beispielsweise Haustiere oder ausdämpfende Farben und Beläge. Aber auch durch offene Fenster und Türen gelangen Pollen, Abgase und andere Partikel in die Innenraumluft. 

    Luftverunreinigungen gasförmiger und partikulärer Art stammen aus den verschiedensten Quellen. Man unterscheidet hierbei zwischen natürlichen und vom Menschen verursachte Verunreinigungen, wobei sich die natürlichen nochmals in organische und anorganische Quellen differenzieren lassen.

    Natürliche anorganische Quellen 

    • Erosion
    • Sandstürme
    • Vulkanausbrüche
    • Waldbrände
    • Salzwasser

    Natürliche organische Quellen

    • Blütenpollen
    • Pilzsporen
    • Bakterien
    • Viren

     

    Einen Großteil der vom Menschen verursachte Verunreinigungen sind die Abgase von Motoren und der Industrie, wobei hier besonders die enthaltenen Schwefeldioxide, Stickoxide und Rußpartikel zu nennen sind. Daneben leisten Abrieb aus dem Straßenverkehr (Reifen, Bremsen), Industrieprozesse und die Landwirtschaft einen erheblichen Beitrag zu Luftbelastung mit Schadstoffen und Partikeln. 

    Größenverteilung von Partikeln und Schadstoffen

    Alle diese Partikel und Schadstoffe erstrecken sich über einen Größenbereich mit mehreren Größenordnungen. Aus diesem Grund werden zur Luftfiltration viele verschiedene Filter mit den unterschiedlichsten Klassen und Bauformen eingesetzt. In der Regel ist eine bestimmte Filterart- oder klasse nur geeignet, einen definierten Größenklassenbereich wirkungsvoll und wirtschaftlich abzuscheiden.