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Freudenberg Filtration Technologies
Unternehmen

Eine Filterklasse für sich

Das bedeutet die ISO 16890 für die Oberflächentechnik

Einschlüsse mögen bei Bernstein wertsteigernd sein – für Lackierbetriebe ist Staub, eingeschlossen in der Farbe, ein großes Qualitätsproblem. Für ein glänzendes, optimales Lackierergebnis sind die Betreiber von Lackieranlagen deshalb zuallererst auf saubere Luft angewiesen. Dank der ISO 16890 wird es künftig einfacher, den richtigen Filter für diese Anwendungen auszuwählen.

Nach der alten Prüfnorm EN 779 wurde ausschließlich die Partikelgröße von 0,4 μm für die Filterbewertung herangezogen, dabei ist für Lackierbetriebe vor allem das Partikelspektrum um 10 μm – Pollen, Fasern und Farbagglomerate – relevant. Die neue Prüfnorm ISO 16890 trägt der Weisheit „Staub ist nicht gleich
Staub“ Rechnung und betrachtet nun das komplette Partikelspektrum von 0,3 bis 10 μm – die Feinstaubfraktionen PM1, PM2,5 und PM10.

Auf Basis dieser Feinstaubfraktionen werden die Abscheidegrade der Filter bewertet. Die Auswahl des richtigen Filtersystems ist dann abhängig vom Standort des Lackierbetriebs bzw. von der Staubkonzentration der Umgebungsluft. Das von Freudenberg Filtration Technologies entwickelte Instrument e.FFECT (electronic Freudenberg Filter Efficiency Calculating Tool) berechnet die Gesamtmenge an atmosphärischem Staub, die von den Filterstufen abgeschieden werden muss. Dies dient der bestmöglichen Filteranordnung. So hilft die neue ISO 16890 den Betreibern von Lackieranlagen, mit einem optimal ausgelegten Frisch- und Umluftsystem, ein qualitativ hochwertiges Lackierergebnis zu erreichen.