Viledon App
Freudenberg Filtration Technologies
Luftfiltration

Drei Filterstufen für das Heizkraftwerk Würzburg

Aller guten Dinge sind drei

Im Kern sind es zwei Faktoren, die bei der Luftfiltration in Gasturbinenanlagen eine entscheidende Rolle spielen: die maximale Reinheit der Anströmluft zum Schutz der Verdichterschaufeln und Kühlluftkanäle im Heißgasteil einerseits sowie ein effizienter, kostensparender Betrieb andererseits. Dreistufige Filtrationsanlagen von Viledon erzielen hier Bestwerte. Aus diesem Grund hat sich die Heizkraftwerk Würzburg GmbH entschieden, ihre Anlage auf ein System von Freudenberg Filtration Technologies umzurüsten.

Aus zwei werden drei
Die Verdichterschaufeln waren oft verschmutzt und mussten entsprechend häufig gereinigt werden. Häufiger, als es den Verantwortlichen recht war. Denn das Waschen der Turbine und der Verschleiß im Heißgasteil sind natürlich mit einem Stillstand der Anlage verbunden. Die zweistufige Filtrationsanlage im Heizkraftwerk an der Friedensbrücke konnte somit den Wünschen und Erwartungen in weiten Teilen nicht gerecht werden.

Eine andere, bessere Lösung sollte her. Das war die Situation, die Rainer Kummer, Diplom-Ingenieur und Verkaufsleiter Luftfilter vor gut einem Jahr in Würzburg vorfand. Nach einer Bestandsaufnahme vor Ort mit eingehender Analyse waren sich alle Beteiligten einig, einen Paradigmenwechsel zu vollziehen: Die zweistufige Filterkombination wurde abgebaut und durch das dreistufige Viledon Compact-MaxiPleat-System ersetzt.

F6 + F7 + E11
„Das besondere unserer dreistufigen Filterkombination ist der progressive Aufbau. Dieser ermöglicht eine exzellente Filtrationsleistung bei gleichzeitig guten Druckverlustwerten“, erklärt Kummer die Grundidee. „In Würzburg setzen wir in der ersten Stufe 90 Taschenfilter T 60 der Filterklasse F6 ein. In der zweiten folgen 90 Kassettenfilter MX 85 der Klasse F7. Die Endstufe bilden dann 90 EPA-Kassettenfilter MX 100 der Klasse E11. Insgesamt haben wir damit 270 Filter zum Schutz der beiden Gasturbinen vom Typ SGT 800 im Einsatz.“

Wirtschaftlicher und sicherer zugleich
Die Filtersequenz F6-F7-E11 nach EN 779 bzw. EN 1822 hat sich auch in anderen Projekten als überaus effektiv erwiesen. Zwar sorgt die dritte Filterstufe als zusätzliche Barriere für etwas mehr Druckverlust gegenüber einer Anlage mit nur zwei Stufen. In der Gesamtbetrachtung überwiegt dennoch der wirtschaftliche Vorteil des dreistufigen Systems. So auch in Würzburg. Seit Einführung vor einem Jahr bleiben der Verdichter und die Kühlluftkanäle im Heißgasteil sauber. Damit entfällt das aufwändige Waschen, die Turbine muss also nicht mehr zur Reinigung abgeschaltet werden und kann ihren Betrieb stillstandsfrei fortsetzen. Die Verantwortlichen der Heizkraftwerk Würzburg GmbH sind überaus zufrieden mit ihrer neuen Luftfilteranlage und sehen sich in ihrer Entscheidung zugunsten des dreistufigen Systems von Viledon vollauf bestätigt. Das dreistufige Filtersystem ist auch für die Gasturbine GT II der Anlage GuD II geplant.

 

Heizkraftwerk Würzburg (HKW)

Seit 1954 kommt der Strom in Würzburg hauptsächlich aus dem Heizkraftwerk an der Friedensbrücke. 2003 wurde es grundlegend modernisiert, um die Effizienz zu steigern und damit dem Umwelt- und Klimaschutz Rechnung zu tragen. In der ersten Bauphase (2003–2005) wurde eine Gas- und Dampfturbinen- Anlage (GuD I-Anlage) eingebaut, die statt mit Kohle mit dem CO2- ärmsten fossilen Brennstoff, Erdgas, betrieben wird und nach dem umweltschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet. 2007 entschied sich die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) für den Bau einer GuD III-Anlage, die Anfang 2009 in Betrieb genommen wurde. Die Heizkraftwerk Würzburg GmbH ist Teil der WVV.

Mehr Informationen: www.wvv.de.